29.04. – 13.05.2012

Wir sind also jetzt da, was Zweibein „Urlaub“ nennt. Und Urlaub ist wirklich genau so, wie ich es in Erinnerung hatte: schööööön! Auch wenn das Hundehotel, in dem wir waren, ein anderes ist als das vom letzten Mal. Ist ja aber egal. Hauptsache schön! In jedem Fall waren die zwei Wochen sehr aufregend: neue Umgebung, neue Menschen, viele viele Hunde. Aber es hat so richtig Spaß gemacht, das alles zu erleben.

Erstmal haben wir nach der Ankunft und Bezug unseres Zimmers das Hotel erkundet. Kakawiese, Auslaufwiese, zwei Agility-Plätze, eine Hundehalle, Seminarräume, Wellnessbereich, Bar, Hundepool im Außenbereich, Biergarten und Restaurant. Alles vorhanden und wir durften auch überall hin. Wir sollten nämlich auf dem Gelände möglichst ohne Leine sein *gutfind*, damit wir Hunde uns gut aus dem Weg gehen können. Nur im Restaurant sollten wir angeleint bleiben. Niki hat das auch gleich ausgenutzt und ist auf Erkundungstour ohne Frauchen gegangen. Sie hat sich alles genau angeguckt und ist schließlich an der Rezeption und im Büro dahinter aufgetaucht *hihi*.

Frauchen fand das allerdings gar nicht lustig *schade*.

Und dann haben wir es uns einfach zwei Wochen lang gut gehen lassen. Das Wetter hat gut mitgespielt und wir haben daher viel unternehmen können. Zweibein hat versucht, immer einen Tag „für uns Hunde“ zu planen (also was zu machen, was für uns auch interessant ist) und einen Tag dann was, was eher sie interessiert. Aber weil wir überall nette andere Hunde getroffen haben und alles ganz fremd und neu war, waren auch die „Kulturtage“ eigentlich ganz spannend. Natürlich nicht mit einem Spaziergang im Wald oder um den See rum zu vergleichen, aber immerhin.

Durch die vielen Ziele bin ich inzwischen auch ein toller Autohund geworden. Bei der Hinfahrt habe ich mich nämlich noch aus dem Geschirr gewunden und bin hinten hin und her gehüpft. Aber nach zwei weiteren Fahrten war ich dann so richtig lässig und hab mich hingelegt und gedöst, so wie Niki und Socke auch.

Gesehen bzw. besucht haben wir: Burghausen mit der längsten Burg der Welt, Passau mit dem Zusammenfluss von Ilz, Donau und Inn, Landshut, die Bäder Bad Griesbach und Bad Birnbach, den Wallfahrtsort Altötting, das Wasserschloss bzw. den Park dazu in Schönau, das Bauernhof-Freilichtmuseum in Massing, den Tierpark in Ortenburg, und natürlich die nähere Umgebung ums Hotel: den Rottauensee, die Rott, Postmünster und den Nachbarort Pfarrkirchen.

Jeden Abend gingen wir auf die Auslaufwiese, wo Socke dann flitzen durfte. Zweibein musste nur aufpassen, weil er immer wieder auf Mäusejagd ging, aber eigentlich keine Löcher buddeln sollte, damit sich andere Hunde nicht vertreten. Also musste sie die Löcher immer wieder zutreten.

Manchmal gingen wir auch auf den offenen Agilityplatz. Wobei Frauchen nur 3 Geräte mit uns probierte. Die Brücke nahm Socke gleich lässig-locker, während Niki und ich uns am ersten Tag nicht drauftrauten – beim nächsten Versuch klappte es aber dank Lachscremepaste schon -, durch den Tunnel traute nur ich mich, und bei der A-Wand streikten wir alle drei – trotz Lachscreme.

Den Rottauensee haben wir nur wenig bis gar nicht genutzt, Socke ging ja bis zum Bauch rein, Niki nur mit Leckerlis bis halbe Beinhöhe, und ich bin am ersten Besuch gleich ausgerutscht und reingefallen und habe daher dieses gefährliche Gebiet ziemlich gemieden. Auch mit dem Hundepool konnte uns Frauchen nicht verführen, Socke ging immerhin einmal bis auf die 2. Stufe von oben rein, Niki und ich hielten lieber Sicherheitsabstand.

Am letzten Freitag unseres Urlaubs hat uns Zweibein dann aber alle drei „gezwungen“ *tierschutzrelevantwar* und uns nacheinander reingehoben. Socke hat total wild geplanscht und gekrault, so dass er fast abgesoffen ist *hihi*, Niki war etwas besser, aber genauso wenig begeistert wie Socke. Bei mir hatte Frauchen es ja wieder einfach, mich zu halten. Sie war aber auch ganz vorsichtig und hat erstmal meine Pfötchen nass gemacht, und mich dann gaaaanz langsam ins Wasser gelassen. Brrr, das war vielleicht nass. Ich hab also geguckt, dass ich schnell rausschwimme. Und das habe ich ganz gut gemacht, sagt Zweibein. Gar nicht gespritzt, sondern geschwommen wie ein Neufundländer bei einer Wasserrettung. Insgesamt fünfmal „musste“ ich so ins Wasser, das letzte Mal war das Stück, dass ich schwimmen musste, sogar mindestens 2 m lang, wenn nicht mehr. Dann war es aber vorbei, Frauchen wollte nicht übertreiben, weil ich das doch noch nie gemacht hatte. Na ja, ich fand’s jetzt nicht gerade toll, aber immerhin wissen wir jetzt, dass ich schwimmen kann und nicht so rumplansche wie Socke.

Niki ging es die ganze Zeit über sehr gut, sie war munter und fröhlich. Außer, Zweibein erwischte sie beim „Naturleckerlifuttern“. Wobei beim ersten Leckerli ich schuld bin *schäm*. Ich hab nämlich beim Spaziergang am See einen plattgefahrenen und dann in der Sonne getrockneten Frosch gefunden und mitgenommen. Den hat Zweibein mir dann geklaut und ins Gebüsch geworfen, wo ihn Niki am nächsten Tag aufgelesen hat und fressen wollte. Hat Zweibein ihr nicht erlaubt, sondern weggenommen und im Abfall entsorgt. Tja, und beim nächsten Fund hat sich Niki das dann nicht mehr so leicht wegnehmen lassen, sondern ist ausgebüxt und hat das Teil zerkaut. Und von da an war sie immer auf der Suche. Ein leckerer, 2tage alter Fischkopf in der Wiese war für sie ein nettes Frühstück vor dem Frühstück, Ziegen- und Schafsköttel waren genauso wie Hasenköttel eine nette Beilage bzw. Nachspeise. Ok, letztere haben Socke und ich auch verputzt.

A propos Hase. So einen hat Socke aufgestöbert am frühen Morgen und gejagt. Aber nicht gekriegt *schade*. Dafür hat Niki in Bad Birnbach im Kurpark einen vom Rasenmäher überfahrenen Junghasen gefunden und sich daran gütlich getan *Naturbarfhalt*.

Am Samstag, als wir dann abreisten, war ganz schlechtes Wetter, es hat geregnet wie aus Kübeln. Aber als wir in Nürnberg bei Tante Sandy ankamen, war es zwar kalt und grau, aber trocken. Wir sind dann alle, also wir vier, Tante Sandy und Emmy und Tilda, in die Hundeauslaufzone im Volkspark gefahren, dort durften wir uns austoben *schönwars* und Tante Sandy hat ganz viele Bilder von uns gemacht. Abends fuhren wir noch zu Tante Silke nach Rothenberg und machten mit ihr und Milo und Mika einen Spaziergang durch die Felder. Auch das war sehr schön. Deshalb haben wir am Sonntag morgen dann den Besuch in der Hundezone wiederholt und Tante Sandy hat noch mal viele viele Bilder gemacht. Am Mittag mussten wir dann aber endgültig nach Hause fahren *schade*. Jetzt geht Frauchen wieder arbeiten und wir erholen uns erstmal vom Urlaub.

Bilder aus Nürnberg, fotografiert von unserer Tante Sandy:

 

HP-Muecke-Gruss